Apple bereitet sich auf 5G-Mobilfunk vor


Apple bereitet sich auf 5G-Mobilfunk vor


Leo Becker

(Bild: dpa, Carsten Rehder)

Der iPhone-Hersteller hat bei der US-Regulierungsbehörde eine Lizenz für “experimentelle Tests” von Mobilfunk im Millimeterwellenbereich bei 28 und 29 GHz beantragt – zur Vorbereitung auf zukünftige 5G-Netze.

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Apple bereitet sich auf den nächsten Netzstandard 5G vor. Der iPhone-Konzern will Testläufe im Millimeterwellenbereich durchführen – im 39-GHz- sowie im 28-GHz-Frequenzband – und hat dafür eine Lizenz für Verbindungstests in diesem Bereich des Spektrums beantragt. Dies geht aus von der US-Regulierungsbehörde Federal Communications Commission (FCC) veröffentlichten Unterlagen hervor.

Dem Antrag zufolge will Apple die Tests mit zwei Transmittern in Kalifornien durchführen. Die geplanten Testläufe sollen Daten zur Verwendung von Geräten in den “künftigen 5G-Netzen der Mobilfunkanbieter” bereitstellen, führt Apple in dem eingereichten Schreiben aus. Die Versuche sollen über einen Zeitraum von rund einem Jahr laufen.

Apple will wichtige iPhone-Chips selbst entwickeln

Der Grund für die offenbar zum ersten Mal in dieser Form durchgeführten Mobilfunktestläufe lässt Platz für weitere Spekulationen: Seit längerem wird vermutet, der Konzern arbeite an einem hauseigenen Baseband für das iPhone. In den vergangenen Jahren bezog Apple die Mobilfunkchips stets von Qualcomm – seit dem iPhone 7 zusätzlich auch von Intel. Qualcomm und Apple führen derzeit einen weitreichenden Rechtsstreit um Patente und Lizenzzahlungen.

Apple hat in den vergangenen Jahren damit begonnen, wichtige Chips für iPhone und iPad selbst zu entwerfen, neben dem Prozessor will das Unternehmen auch die GPU künftig wohl komplett selbst entwickeln – und könnte planen, das Baseband-Modem mit in die A-Chip-Reihe zu integrieren.

5G-Netze noch Zukunftsmusik

Die 5. Mobilfunk-Generation soll erst bis 2020 marktreif sein, dann gehen möglicherweise auch erste Netze in Betrieb. 5G verspricht zu Beginn rund die zehnfache LTE-Geschwindigkeit, niedrigere Latenzzeiten und neue Anwendungen für vernetzte Geräte. In den USA laufen erste Testläufe der Netzbetreiber im Millimeterwellenbereich, die europäischen Mobilfunkanbieter zeigen sich bislang eher skeptisch: Die Frequenzen hätten eine zu geringe Reichweite und seien störungsanfällig.

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(lbe)



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