Apple: KI-Prozessor für iPhones | Mac & i


Apple: KI-Prozessor für iPhones


Christof Windeck


Das iPhone bekommt mehr Künstliche Intelligenz.

Ebenso wie beispielsweise Qualcomm oder Google entwickelt Apple laut Spekulationen einen Prozessor für Algorithmen der Künstlichen Intelligenz (KI).

Das aktuelle IT-Trend-Thema Künstliche Intelligenz (KI) treibt wohl auch Apple um: Funktionen wie die Sprachsassistentin Siri, die Worterkennung in der iOS-Tastatur, Bilderkennung oder auch die Energieverwaltung der Smartphone-Hardware enthalten typische Aufgaben für KI/AI (Artificial Intelligence). Angeblich plant Apple deshalb die Entwicklung eines eigenen „KI-Chip“, wie Bloomberg unter Berufung auf eine anonyme Quelle berichtet. Schon auf der Entwicklerkonferenz WWDC ab dem 5. Juni sind demnach erste offizielle Aussagen zur „Apple Neural Engine“ zu erwarten.

Damit würde Apple auf den KI-Hardware-Zug aufspringen, den derzeit Google mit der hauseigenen Tensor Processing Unit (TPU) und Nvidia mit den Tensor Cores in Volta anführen. Doch auch beispielsweise AMD (Radeon Instinct), Intel (FPGAs) sowie Microsoft (FPGA) und viele kleinere Firmen tüfteln an Spezial-Hardware für KI, AI, Machine Learning, Deep Learning, Cognitive Computing oder auch Convolutional Neural Networks (CNN). Das sind aber fast allesamt dicke Chip-Brocken für Rechenzentren oder auch Workstations.

Weniger bekannt mag sein, dass Qualcomm bereits für mehrere aktuelle Snapdragon-(ARM-)SoCs für Smartphones das Snapdragon Neural Processing Engine SDK anbietet (Zeroth Machine Intelligence Platform). Bisher steht noch keine dedizierte KI-Hardware bereit, aber mit dem SDK können Programmierer KI-Aufgaben dem jeweils optimalen Rechenkern zuordnen: Spracherkennung etwa dem integrierten „Hexagon“-DSP, der auch TensorFlow unterstützt. Andere KI-Aufgaben erledigen vielleicht die CPU- oder GPU-Kerne besser.

iOS 10 mit BNNS und MPS CNN

Für iOS 10 hat Apple bereits zwei Frameworks für (Convolutional) Neural Networks veröffentlicht, welche die Hardware optimal nutzen sollen: Basic Neural Network Subroutines (BNNS) und für die GPU Metal Performance Shaders Convolutional Neural Networks (MPS CNN).

Auch Apple dürfte wohl kaum einen separaten KI-Chip entwickeln, der dann neben dem Ax-SoC auf die Platine des Smartphones gelötet wird. Eher wird es um KI-Rechenwerke gehen, die etwa in einen kommenden A11 oder A12 stecken. Angeblich sollen Programmierer die Apple Neural Engine erstmals mit Apps für iOS 11 nutzen können.


(ciw)



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