Ermittler bei Daimler nach Abgasbetrugs-Verdacht


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Florian Pillau

Die Staatsanwaltschaft Stuttgart durchsucht im Rahmen ihrer Ermittlungen wegen des Verdachts auf Abgasbetrug mehrere Standorte der Daimler AG in Deutschland. Das gab die Daimler AG heute Mittag bekannt.

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Bild: h/A Archiv


23 Staatsanwälte und 230 Polizisten aus Baden-Württemberg und anderen Bundesländern hätten elf Standorte in Baden-Württemberg, Berlin, Niedersachsen und Sachsen nach „beweiserheblichen” Unterlagen und Datenträgern durchsucht, teilten heute die Stuttgarter Staatsanwaltschaft und das Landeskriminalamt Baden-Württemberg mit.

Die Ermittler wurden tätig wegen des „Verdachts des Betruges und der strafbaren Werbung im Zusammenhang mit möglicher Manipulation der Abgasnachbehandlung bei Diesel-Pkw” gegen „bekannte und unbekannte Mitarbeiter der Daimler AG”. Den Beginn der Ermittlungen hatte die Behörde am 22. März 2017 bekanntgegeben.

Die Daimler AG arbeitet eigenen Angaben zufolge „vollumfänglich” mit der Behörde zusammen. Über behördliche Anfragen, Ermittlungen und Untersuchungen auch in Form von Hausdurchsuchungen hat die Daimler AG in Geschäfts- und Zwischenberichten informiert. Zu dem laufenden Ermittlungsverfahren wollte man sich nicht äußern.

Den Verdacht zog Daimler auf sich mit einem sogenannten Thermofenster, das die Abgasnachbehandlung auf die vorgeschriebenen Werte nur innerhalb eng begrenzter Temperaturbereiche zulässt. Daimler hatte nach diesem Vorwurf mit dem Kraftfahrtbundesamt (KBA) einen Rückruf von 247.000 Autos vereinbart, bei dem diese Art der Abschaltung rückgängig gemacht werden sollte.




(fpi)

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