Face ID: Kamera nur bei eingeschaltetem Display aktiv


Face ID iPhone X

(Bild: Apple)

Apples Sicherheitsführer für sein Mobilbetriebssystem wurde um Informationen zum iPhone X erweitert. Darin befinden sich einige interessante Details.

Wer fürchtet, dass das iPhone X seinen Gesichtssensor Face ID bereits aktiviert, während der Bildschirm ausgeschaltet ist, kann beruhigt sein: Laut Apples soeben erschienener neuer Version des sogenannten iOS Security Guide wird das Kameramodul (TrueDepth) nur in Betrieb genommen, wenn das Smartphone zuvor aufgeweckt wurde – durch Anheben oder das Antippen des Bildschirms. Das Gesicht wird nur dann automatisch erkannt, wenn man auf das Gerät blickt – zumindest, solange nicht eine Barrierefreiheitsfunktion aktiviert wurde, die dieses von Apple „Aufmerksamkeitserkennung“ genannte Feature abschaltet.

Die Gesichtsinformationen wiederum lagern in der sogenannten Secure Enclave, einem Bereich des Geräts, der nicht von außen zugänglich ist. Abgelegt ist hier nur das Gesicht aus dem Enrollment-Prozess – lässt man sich etwa einen Bart wachsen oder trägt künftig eine Brille, werden Veränderungen nur als mathematische Repräsentationen abgelegt. Apples Sicherheitsführer enthält noch weitere interessante Details. Das 78 Seiten starke Werk wurde in diesem Monat überarbeitet und listet unter anderem erstmals auch Informationen zu iOS 11.

Apple erklärt unter anderem, wie der sichere Boot-Vorgang (Secure Boot Chain), die Firmware-Autorisierung, Hardware-Verschlüsselung sowie App-Security funktionieren. Daneben kann man nachlesen, wie Apple den Netzwerkzugang von iOS-Geräten abzusichern gedenkt und lernt die verschiedenen Komponenten des Bezahldienstes Apple Pay kennen. Dieses Kapitel wurde auch um Details zu Apple Pay Cash, einem P2P-Angebot für Geldtransfers zwischen iOS-Nutzern, erweitert.

Daneben hat Apple Informationen zu iOS 11.1 und 11.2 eingepflegt, die auch die Shared-iPad-Funktion für Schulklassen erläutern. Schließlich finden Admins auch Infos zum Remote-Management von iOS-Geräten. Nützlich dürften auch die Angaben dazu sein, wie Apple seine verschiedenen Internetdienste wie iCloud, FaceTime oder iCloud (inklusive iCloud-Schlüsselbund) gegenüber Angreifern absichert.

Der Sicherheitsführer unter derm Titel „iOS Security – iOS 11 – January 2018“ liegt aktuell nur in englischer Sprache vor. Er kann kostenlos im PDF-Format heruntergeladen werden. Die letzte Version stammt aus dem vergangenen Sommer. Zu diesem Zeitpunkt war noch iOS 10.3 das aktuelle Betriebssystem für iPhone und iPad. Apple aktualisiert das Werk regelmäßig.


(bsc)



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