Fahrbericht BMW M4 CS | heise Autos


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Stefan Grundhoff

116.900 Euro ist der BMW M4 CS teuer, rund 40.000 Euro mehr als der normale M4. Zu Recht? Sicher nicht, aber wer einmal eingestiegen ist, will nie wieder raus. Die kurvenreiche Nordschleife des Nürburgrings soll das Sportcoupé in gerade einmal 7:38 Minuten bewältigen. Wenn man die sogenannte Grüne Hölle gerade mal nicht besuchen kann, bringt der BMW Fahrfreude natürlich auch auf Landstraßen.

Auf den ersten Blick scheint der M4 CS vor allem nach Gesichtspunkten des Marketing konstruiert. Mit 460 PS hat er 29 PS mehr Leistung als der M4 und 40 weniger als ein M4 GTS. Neben dem Leistungsplus und den 600 Nm Drehmomentspitze bietet der CS Erleicherungsmaßnahmen durch Haube, Dach, Diffusor und Kardanwelle aus karbonfaserverstärktem Kunststoff. Alcantarabezüge dominieren den Innenraum des CS, er bietet hervorragende Sportsitze und angestrengt bunte Türschlaufen in BMWs Motorsportfarben.

Mit einem stets gut berechenbaren, weil trotz doppelter Aufladung fast linear Kraft abgebenden Sechszylinder, einem wachen siebenstufigen Doppelkupplungsgetriebe, einer messerscharfen Lenkung und den bestens haftenden Cupreifen von Michelin setzt er die Wünsche des Fahrers mit unauffälliger Präzision um. Kraft ist genug da, der 1,6 Tonnen wiegende Sportwagen erreicht 100 km/h aus dem Stand in unter 3,9 Sekunden.

Nicht zu straff

Der 460 PS starke M4 CS beweist sich selbst auf kurvenreichen Sträßchen unterer Ordnung. Zuverlässig verzahnen sich dank seiner nicht zu straffen Fahrwerksabstimmung auch auf unebenem Asphalt die 20-Zöller am Heck mit der Straße. Ganz präzis lenkt der CS dabei am Kurveneingang ein und lässt den Fahrer mit dosiertem Krafteinsatz an der Hinterachse wie nebenbei den Rest erledigen. Positiver Nebeneffekt der vergleichsweise flexiblen Fahrwerksabstimmung ist der angenehme Restkomfort in BMWs neuem Sportcoupé.

An dieser Stelle erschließt sich, warum wir nur der Vollständigkeit halber erwähnen, dass der BMW M4 CS auf freier Autobahn 280 km/h laufen soll. Probiert haben wir diese langweilige Übung aber nicht, dazu war uns die Zeit für die Kurven viel zu kostbar in diesem teuren Auto.



(Stefan Grundhoff) /

(fpi)

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