Frankreich: Tempolimit 80 auf Landstraßen


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Blitzer im Tunnel

Eventuelle zusätzliche Einnahmen aus Bußgeldern sollen Verkehrsopfern zugute kommen.

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Bild: Mobil in Deutschland e.V. / www.mobil.org


Trotz anhaltender Kritik setzt Frankreich das Tempolimit auf Landstraßen von 90 auf 80 km/h herab. Die neue Regel werde am 1. Juli 2018 in Kraft treten, kündigte Premierminister Édouard Philippe am Dienstag (9. Januar 2018) nach einem Ministertreffen in Paris an. Die Regierung will damit die Zahl der Unfallopfer senken. Es geht um Straßen, bei denen es zwischen den beiden Fahrtrichtungen keine trennenden Elemente wie Leitplanken gibt.

„Überhöhte Geschwindigkeit ist die häufigste Ursache für Unfälle mit Personenschäden in Frankreich“, sagte Philippe. 2016 sind in Frankreich 3477 Menschen bei Verkehrsunfällen gestorben – die Zahl sei zuletzt drei Jahre in Folge wieder gestiegen, erklärte der Premier. Er versprach, dass eventuelle zusätzliche Bußgeldeinnahmen durch das neue Tempolimit in einen Fonds fließen sollen, der Einrichtungen zur Versorgung von Verkehrsopfern finanziert. Die Tempo-80-Pläne hatten in Frankreich schon vor der offiziellen Entscheidung heftige Debatten ausgelöst, Autofahrerverbände liefen Sturm.



(dpa) /

(mfz)

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