Glücksspielbarometer 2/2017: Glücksspiel im Zerrspiegel


Bingen/Mainz/Wiesbaden (ots) – Wirtschaftskraft unterschätzt – Probleme überschätzt

Die aktuellen Ergebnisse des Glücksspielbarometers bestätigen die Rürup-Studie des Handelsblatt Research Instituts „Der Glücksspielmarkt in Deutschland“. Die wirtschaftliche Bedeutung der Glücksspielbranche wird deutlich unterschätzt: 72 % der Bevölkerung unterschätzen die Anzahl der Beschäftigten (ca. 198.000) im Vergleich zur Pharma- und Möbelindustrie, ca. 50 % schätzen die Beschäftigtenzahl nur auf die Hälfte oder weniger. Auf der anderen Seite wird der Anteil der Personen in der Gesamtbevölkerung, die ihr Spielverhalten am Spielautomaten nicht mehr unter Kontrolle haben, auf durchschnittlich 36 % geschätzt. Diese Schätzung liegt um ungefähr das Hundertfache über dem tatsächlichen Wert von ca. 0,37 % (pathologisches Glücksspiel) der Bevölkerung, die laut einer Studie der BZgA* unter Spielsucht leiden.

Für Dr. Daniel Henzgen, Bevollmächtigter der Geschäftsführung für Politik und Außenbeziehungen bei LÖWEN ENTERTAINMENT, erklären sich die eklatanten Fehleinschätzungen so: „Die Häufigkeit und Emotionalität der Berichterstattung erwecken den Eindruck, es handle sich um ein zahlenmäßig sehr großes Problem, das einer drastischen Angebotsreduzierung bedarf. Es steht außer Frage, dass Spieler- und Jugendschutz konsequent umgesetzt werden müssen. Allerdings gehen einige Regulierungs-Maßnahmen deutlich am Ziel vorbei, schädigen eine volkswirtschaftlich bedeutsame Branche und begünstigen illegale Angebote. In der gesamten Thematik braucht es weniger Emotion und mehr Empirie.“

Für das Glücksspielbarometer wurden von der Smartcon GmbH in Mainz im Auftrag der LÖWEN ENTERTAINMENT GmbH im Mai 2017 insgesamt 1.000 Online-Interviews geführt. Die Stichprobe war dabei repräsentativ für die Gesamtbevölkerung der Bundesrepublik Deutschland.

*Haß, Wolfgang & Lang, Peter (2016). Glücksspielverhalten und Glücksspielsucht in Deutschland. Ergebnisse des Surveys 2015 und Trends. Forschungsbericht der BZgA. Köln: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Download Handelsblatt Research Institut: „Der Glücksspielmarkt in Deutschland“: http://ots.de/bPMDI

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