Großer Nebenjob für Apples Designchef


Großer Nebenjob für Apples Designchef


Ben Schwan


Jonathan Ive verantwortet seit 1997 die Gestaltung fast aller wichtigen Apple-Produkte.

(Bild: dpa, Christoph Dernbach)

Jony Ive soll neben seiner Arbeit bei Apple künftig Kanzler des Londoner Royal College of Art werden – eine unbezahlte, nebenberufliche Position. Welche Auswirkungen dies auf seinen Hauptjob hat, lässt sich noch nicht sagen.

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Apples Chief Design Officer Jonathan „Jony“ Ive hat einen universitären Nebenjob erhalten: In London soll er künftig dem renommierten Royal College of Art (RCA) als Kanzler (Chancellor) vorstehen. Die Position an der für ihre Designausbildung bekannten Einrichtung soll mindestens fünf Jahre andauern, beginnt im Juli und ist unbezahlt. Als Kanzler sitzt Ive künftig Treffen der Hochschulleitung vor und soll „helfen, das College zu leiten“. Der Apple-Designchef hatte 2009 schon einen Ehrendoktor vom RCA erhalten und sagte, von der Hochschule kämen viele der Künstler und Designer, die er schätze. In Apples Designteam selbst seien „viele RCA-Alumni“.

Designchef raus aus dem Tagesschäft

Es ist unklar, welche Auswirkungen Ives neuer Nebenjob auf seine Arbeit bei Apple hat. Der CDO hatte sich in den vergangenen Jahren Medienberichten zufolge bereits stärker aus dem Tagesgeschäft zurückgezogen, um sich um eine „Gesamtvision“ zu kümmern – obwohl er bislang wichtigster Gestalter des iPhone-Konzerns war.

Seit seiner Rückkehr zu Apple 1997 hatte Apple-Mitbegründer Steve Jobs den Briten Ive zu seinem Mitarbeiter Nummer eins gemacht – eine Position, die ihm auch unter dem Nachfolger Tim Cook erhalten blieb. Neben dem Produktdesign kümmerte er sich zuletzt auch um die Umgestaltung der Ladengeschäfte sowie diverse Details des gigantischen neuen Apple-Hauptquartiers Apple Park in Cupertino.

Innovationsstau beim Macintosh

Apple-Kunden beklagen seit längerem Defizite im Produkteangebot des Konzerns. So kommen Geräte insbesondere in der Mac-Sparte nur zögerlich auf den Markt. Mac Pro, Mac mini und iMac wurden schon seit Jahren nicht erneuert – der Profirechner Mac Pro soll frühestens im nächsten Jahr überarbeitet auf den Markt kommen.

Wie sehr dieser Innovationsstau mit Ives veränderter Position im Unternehmen zu tun hat, ist bislang nicht durchgesickert. Es ist bekannt, dass Ive gerne mehr Zeit in Großbritannien verbringen möchte – die Position als RCA-Kanzler dürfte dies erfordern.


(bsc)



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Originalbild mit freundlicher Genehmigung von heise.de

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