iFixit: Neue MacBooks weiterhin irreparabel


iFixit: Neue MacBooks weiterhin irreparabel


Leo Becker


Das 2017er MacBook Pro.

(Bild: Apple)

Während Apple beim neuen 4K-iMac überraschend auf austauschbare Teile setzt, bleibt beim 2017er MacBook Pro und MacBook alles fest verlötet. Weder Arbeitsspeicher, Prozessor noch die SSD lassen sich nachträglich ändern.

Apple MacBook Pro 15.4" - Core i7-6700HQ, 16GB RAM, 256GB SSD, Radeon Pro 450, grau (MLH32D/​A) (Z0SG) [Late 2016]

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Für Endanwender bleibt der Austausch von Komponenten und die Reparatur von Apples neuen MacBooks praktisch unmöglich. Dies geht aus einer Zerlegung des 2017er MacBook Pro mit Touch Bar (13”-Display) sowie des ebenfalls aktualisierten 12”-MacBooks hervor, die der Reparaturdienstleister iFixit durchgeführt hat. Ebenso wie bei den Vorgängermodellen setzen auch die 2017er-MacBooks auf verlötete Komponenten: Dies gilt nicht nur Arbeitsspeicher und Prozessor, sondern selbst für die SSD.

Keine nachträgliche Änderung von Arbeitsspeicher und SSD

Der Nutzer kann also weder den Arbeitsspeicher noch den Speicherplatz nachträglich ändern, sondern muss sich bereits beim Kauf für eine feste Größe entscheiden, sowie – bei Bedarf – Apples satte Aufpreise für zusätzlichen Speicher bezahlen. Im Fall eines Defektes lässt sich die SSD zudem nicht mehr einfach entnehmen und etwa in einem externen Laufwerk weiter verwenden. Über einen speziellen Wartungsport kann derzeit nur der Hersteller versuchen, Daten auszulesen.

Beim 13″-MacBook Pro ohne Touch Bar lässt sich die SSD weiterhin tauschen – zumindest beim 2016er Modell. Von der nun frisch eingeführten Variante liegt noch kein „Teardown“ vor.

4K-iMac mit austauschbarem Arbeitsspeicher und Prozessor

Im Unterschied zu den praktisch unveränderten mobilen Macs hat Apple beim neuen iMac einen überraschenden Wandel vollzogen: Das neue 4K-Modell des All-in-One-Macs erlaubt nach vielen Jahren erstmals wieder den Austausch des Arbeitsspeichers, selbst der Prozessor ist gesockelt. Der Zugriff auf beide Komponenten erfordert allerdings, das verklebte Display vom Gehäuse zu lösen – und anschließend wieder sauber aufzukleben, eine Prozedur, die gewöhnlich die Garantie kostet.

Beiden neuen MacBook-Modellen gibt iFixit deshalb lediglich eine 1 auf der bis 10 reichenden hauseigenen Reparaturskala – je niedriger der Wert, desto schwieriger soll eine Reparatur sein. Nur an das Trackpad könne man weiterhin relativ einfach gelangen, ohne dafür die fest in das Gehäuse verklebte Tastatur entnehmen zu müssen.

Das neue 12”-MacBook setzt jetzt die zweite Generation von Apples neuer Tastatur mit “Butterfly-Mechanismus” ein: Anschlag und Hubweg fühlen sich aber wie beim Vorgänger an, merkt iFixit an – die Änderung sorge aber wohl für eine Verstärkung des Mechanismus.


(lbe)



Diese News stammen aus unserem Partnernetzwerk : https://www.heise.de/mac-and-i/meldung/iFixit-Neue-MacBooks-weiterhin-irreparabel-3739427.html?wt_mc=rss.apple.beitrag.atom

Originalbild mit freundlicher Genehmigung von heise.de

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