iPhone-Fingerabdrucksensor: Apple will Spezialmaschine für Reparatur bereitstellen


iPhone-Fingerabdrucksensor: Apple will Spezialmaschine für Reparatur bereitstellen


Leo Becker

Um einen defekten iPhone-Fingerabdruckscanner Touch ID zu reparieren – etwa bei einem Display-Schaden – bedarf es einer speziellen Maschine, die Apple bislang unter Verschluss hielt. Sie soll nun bei autorisierten Händlern landen.

Apple iPhone 7 32GB schwarz

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ab € 598,–

Apple will eine “Horizon” genannte Spezialmaschine zur Reparatur von iPhone-Displays nun an viele autorisierte Händler ausgeben: Rund 400 Partner in 25 Ländern sollen das Gerät bis Jahresende erhalten, wie der Konzern gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters mitteilte. Die Maschine vereinfacht nicht nur den Austausch eines defekten Displays, sondern sie verfügt über eine entscheidende Funktion: Nur dieses Gerät ist nämlich in der Lage, einen neuen Fingerabdrucksensor mit einem iPhone zu koppeln.

Defekter Fingerabdrucksensor – nur Apple kann Reparatur durchführen

Einen Schaden am Bildschirm können zwar auch Drittanbieter beheben, ist jedoch der Fingerabdruckscanner Touch ID betroffen – etwa durch den Sturz des iPhones –, verweigert dieser nach der Reparatur den Dienst. Beim iPhone 7 führt der unautorisierte Wechsel des Home-Buttons sogar dazu, dass die Taste ihre Funktion verliert.



iPhone nimmt Fingerabdruck

Touch ID ist in den Home-Button integriert – seit dem iPhone 5s.

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Apple koppelt den Touch-ID-Sensor mit der sogenannten „Secure Enclave“, einem Koprozessor im A-Chip von iPhone und iPad. Die Secure Enclave verwaltet unter anderem die Fingerabdruckdaten des Nutzers. Nach der Reparatur einer Komponente, die den Fingerabdruckscanner betrifft, müsse deshalb aus Sicherheitsgründen eine erneute Validierung der Koppelung erfolgen, betonte Apple im vergangenen Jahr. Diese Validierung erfolgt durch die Horizon-Maschine, die bislang nur sehr wenigen autorisierten Händlern zur Verfügung stand.

Recht auf Reparatur gefordert – inzwischen auch in Deutschland

Der Versuch der Einführung eines “Rechts auf Reparatur” habe nichts mit der geplanten Bereitstellung der Spezialmaschine zu tun, betonte der iPhone-Hersteller gegenüber der Nachrichtenagentur. Gesetzesvorlagen versuchen in mehreren US-Bundesstaaten, ein „Right to Repair“ zu verankern. Es soll Hersteller unter anderem zur Bereitstellung von Originalersatzteilen verpflichten – auch der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) fordert dies inzwischen in Deutschland.

Apple hat jüngst die Preise für iPhone-Reparaturen angehoben, darunter auch den Tausch eines kaputten Displays: Dies kostet – für das iPhone 7 – nun 150 Euro. Bei einem durch unautorisierte Dritte vorgenommenen Display-Tausch will Apple inzwischen nicht länger die Garantieleistung verweigern – falls ein Defekt an einer anderen Komponente auftritt.

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(lbe)



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