Kawasaki Ninja 400: Bonsai-Evolution | heise Autos


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In der Einsteigerklasse bis 48 PS geht es in Deutschland inzwischen heiß her, da wollte Kawasaki nicht zurückstecken und bringt die Ninja 400 auf den Markt. Sie ist keine aufgebohrte Ninja 300, sondern eine Neukonstruktion. A2-Führerscheinbesitzer werden die kleine Ninja lieben.

In den 1980er Jahren überboten sich die japanischen Hersteller gegenseitig mit schicken 400er-Bonsai-Ausgaben ihrer großen Superbikes. Da in Nippon die Einstiegsklasse des Motorradführerscheins auf diesen Hubraum begrenzt ist, gab es dort immer sehr interessante und attraktive 400er.

Kawasaki schickte 1989 die ZXR 400 erfolgreich ins Rennen, sie sah der großen ZXR 750 täuschend ähnlich. Ab 1991 wurde die kleine Kawa auch in Deutschland offiziell angeboten. Der kurzhubig ausgelegte 398-cm3-Reihenvierzylinder leistete 65 PS bei 13.000/min und war dank des geringen Trockengewichts von 159 kg durchaus flott unterwegs. 1999 rollte die letzte ZXR 400 vom Band und es wurde still um die kleinen Sportler. Weil auch die anderen japanischen Marken den Export ihrer Bonsai-Racer aufgaben, waren an Sportmotorrädern unterhalb 600 Kubikzentimetern in Deutschland nur noch Zweitakter aus Italien zu kaufen.

Endlich wieder eine 400er

2008 traute sich Kawasaki als erster japanischer Hersteller endlich wieder, ein Sportmotorrad mit kleinem Hubraum nach Deutschland zu importieren. Die Ninja 250 trug einen Reihenzweizylinder und wurde zunächst nur in geringer Stückzahl offeriert, war aber so schnell ausverkauft, dass die folgende Charge großzügiger bemessen wurde. Die nächste Bonsai-Evolutionsstufe erfolgte sechs Jahre später mit 300 Kubikzentimeter Hubraum.

Jetzt präsentiert Kawasaki die Ninja sogar mit 400 Kubikzentimetern. Die Einstiegsklasse ist in Deutschland inzwischen heiß umkämpft, immer mehr attraktive kleine Motorräder drängen auf den Markt, da will Kawasaki nicht ins Hintertreffen geraten. Die Ninja 400 ähnelt ihrer Vorgängerin zwar, doch das Design wirkt nun erwachsener. Vor allem die Front mit dem Doppelscheinwerfer wurde gründlich überarbeitet. Verkleidung, Tank, Heck, Sitzbank, Felgen und Vorderradkotflügel zeigen sich völlig neu gezeichnet.

Völlig neuer Motor

Auch beim Motor beschränkte sich Kawasaki nicht einfach darauf, den bereits vorhandenen 300er-Motor aufzubohren, sondern konstruierte ihn von Grund auf neu. Die Entwickler legten beim 400er-Zweizylinder Wert auf Gewichtsreduzierung. Außerdem wurden diesmal schon allein aus optischen Gründen die Kühlleitungen weitestgehend ins Motorgehäuse integriert. Der Twin bekam ein Bohrung-Hub-Verhältnis von 70 mal 51,8 mm. Seine Maximalleistung von 45 PS erreicht der Zweizylinder bei 10.000 /min, ein Plus von sechs PS im Vergleich zur Vorgängerin. Die Einspritzanlage bekam eine neue Fallstrom-Anordnung, die zusammen mit einem größeren Luftfiltergehäuse die Ansaugeffizienz verbessert.

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