Kenia: Unterernährung stark angestiegen – Experten sind alarmiert


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Kenia: Unterernährung stark angestiegen - Experten sind alarmiert
Food distribution for 900 households (4500 beneficiaries) in Nasinyono, Turkana County, Kenya. The rations include 67kg of maize, 9kg of beans, 4.5 lt of oil, 800g of salt and 2 bars of soap. These rations are for one month for a family of five. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/14240 / Die Verwendung dieses Bildes ist für …

Berlin/Nairobi (ots) – Dritte Regenzeit in Folge ausgefallen ++ 8 von 10 Frauen mangelernährt ++ Johanniter weiten Aktivitäten aus

Eine aktuelle Studie zur Ernährungssituation in allen Bezirken Kenias zeigt, dass die Zahl der Menschen, die an Unterernährung leiden, enorm angestiegen ist. „Die akuten Unterernährungsraten in der Provinz Turkana haben ein kritisches Level erreicht. Diese Entwicklung ist eine deutliche Verschlechterung im Vergleich zu den Erhebungen vom Juni 2016 oder Januar 2017“, heißt es in der sogenannten SMART-Survey, die von der kenianischen Regierung sowie UN- und Nichtregierungsorganisationen durchgeführt wurde.

So seien in einigen Teilen der nordwestlichen Provinz Turkana bis zu 12 Prozent der Kinder unter fünf Jahren stark unterernährt. „Das ist sechsmal so hoch wie der Grenzwert für starke Unterernährungsraten der Weltgesundheitsorganisation, ab dem man von einer Notsituation spricht“, sagt Philippe Carrette, Johanniter-Länderbüroleiter in Kenia. Er ist von den Ergebnissen alarmiert.

Grund für die Entwicklung ist vor allem die anhaltende Dürre. „Die dritte Regenzeit in Folge ist ausgefallen. Die nächste Regenzeit wird erst für Oktober erwartet. Bis dahin gibt es keine andere Lösung, als die Bevölkerung weiter mit Nahrungsmitteln und Trinkwasser zu unterstützen“, berichtet Carrette. Die Studie belegt, dass acht von zehn Frauen in Turkana unter Mangelernährung leiden. Das liege vor allem daran, dass Milch, Mais und Bohnen – die Grundnahrungsmittel der Turkana-Bewohner – kaum noch verfügbar sind. Zudem seien bereits 70 Prozent der Nutztiere gestorben. Die verbleibenden finden kaum noch Nahrung und Wasser und produzieren deshalb keine Milch.

Die Johanniter, die seit der schweren Dürre 2011 in Turkana tätig sind, versorgen schon seit Monaten mehr als 4000 Menschen mit Wasser und Nahrungsmitteln. Als Reaktion auf die aktuellen Ergebnisse werden sie jetzt ihre Maßnahmen aufstocken und anpassen. „Wichtig ist jetzt die zügige Verteilung von proteinreichen Nahrungsmitteln, vor allem an Frauen und Kinder“, sagt Carrette. Um die konkreten Maßnahmen zu planen, reist der gebürtige Kanadier am kommenden Montag nach Turkana.

Die Johanniter sind Mitglied im Spendenbündnis Aktion Deutschland Hilft (ADH) und rufen gemeinsam mit ADH zu Spenden auf:

Aktion Deutschland Hilft, Stichwort: Hungersnot Afrika, Spendenkonto 10 20 30, Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 370 205 00, IBAN: DE62 3702 0500 0000 1020 30, BIC: BFSWDE33XXX oder Online: www.aktion-deutschland-hilft.de

Johanniter-Unfall-Hilfe e.V., Stichwort: Hungersnot Afrika; Spendenkonto: 433 0433 00, Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 370 205 00; IBAN: DE94 3702 0500 0433 0433 00, BIC: BFSWDE33XXX oder Online: www.johanniter-helfen.de

Pressekontakt:

Interviewangebot:
Philippe Carrette steht für Interviews zur Verfügung. Bitte wenden
Sie sich an die Pressestelle.

Medienkontakt:
Frau Sandra Lorenz, Leiterin Kommunikation der
Johanniter-Auslandshilfe
Tel.: 030 26997-356 / Mobil: 0172 563 87 40,
sandra.lorenz@johanniter.de

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