Konkurrenz zu Amazon Echo: Android-Erfinder Andy Rubin will Assistenten Essential Home anbieten


Konkurrenz zu Amazon Echo: Android-Erfinder Andy Rubin will Assistenten Essential Home anbieten


Ben Schwan

Essential Home.

(Bild: Hersteller)

Der Lautsprecher soll mit einem Betriebssystem namens Ambient OS und rundem Display kommen. Der Android-Vater will mit ihm nicht nur auf Google Assistant zugreifen, sondern auch auf HomeKit – ob Apple das erlaubt, ist allerdings fraglich.

Andy Rubin, der mit seinem Start-up Essential seit kurzem wieder im Smartphone-Geschäft mitmischt, will auch einen eigenen Lautsprecher mit Assistenzfunktion auf den Markt bringen, der universell zu Smarthome-Standards kompatibel sein soll. Auf der Konferenz „Code“ in Kalifornien in dieser Woche sagte Rubin, Essential Home soll mit diversen Ökosystemen reden können. Rubin nannte neben Apples HomeKit explizit auch Googles Assistant, zudem Formate wie Nest Weave, Thread oder Techniken von Qualcomm. Er wolle alle diese Inseln verbinden, „aus Sicht einer interoperablen Benutzeroberfläche“. Ein neues Betriebssystem namens Ambient OS, zu dessen Details sich Essential bislang nur wenig geäußert hat, sei entwickelt worden, „um mit all diesen Protokolle sprechen zu können“. Dabei sollen Cloud-APIs möglichst umgangen werden.

Rubin kritisierte, dass derzeit viele Smart-Home- und Internet-of-Things-Geräte eigene Apps benötigten. Man brauche für sein Türschloss eine und für andere Geräte auch. Zudem sei Sprache nicht unbedingt der richtige Weg, mit einem Assistenzsystem zu kommunizieren, weshalb Essential Home einen runden Bildschirm enthalten soll – laut Rubin ist es der bisher größte auf dem Markt. Der Lautsprecher soll möglichst viele Daten lokal vorhalten und verarbeiten. Ambient OS soll ein offenes SDK haben. Angaben zu Preisen machte Essential noch nicht, auch eine Vorbestellung ist bislang nicht möglich.

HomeKit wird streng zertifiziert

Es ist unklar, ob Apple es zulassen wird, dass Essential Home wirklich zu HomeKit kompatibel sein wird – oder Rubin und Co. Hacks verwenden. Der Konzern zertifiziert jede einzelne Smart-Home-Komponente und macht strikte Vorgaben.

Auch macht das Gerät Apples wohl demnächst erscheinendem Siri-Lautsprecher Konkurrenz. Im mittlerweile abgeschlossenen Patentstreit mit Nokia hatte der iPhone-Hersteller Produkte von dessen Tochter Withings aus den eigenen Ladengeschäften genommen. Daraufhin hatte die die HomeKit-Kompatibiltät einer ihrer Kameras abgekündigt.


(bsc)



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Originalbild mit freundlicher Genehmigung von heise.de

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