Korg Gadget LE: Kostenlose Musik-Software für den Mac


Korg Gadget LE: Kostenlose Musik-Software für den Mac


Hartmut Gieselmann


(Bild: heise)

Die übersichtliche Bedienoberfläche von Korg Gadget spricht besonders Einsteiger an. Fünf Synthesizer liegen der kostenlosen Version bei.

Korg hat eine kostenlose LE-Version seiner Musik-Software Gadget für den Mac veröffentlicht. Die Musik-Software ist dank der aufgeräumten Oberfläche besonders einfach zu bedienen. Sie eignet sich für Einsteiger oder Musiker, die für eine kurze musikalische Idee nicht gleich eine große DAW starten wollen.

Zur Installation muss man bei Korg lediglich ein Kundenkonto anlegen und die Software herunterladen. Den Aktivierungscode bekommt man per Mail.

Die LE-Version besteht aus einem MIDI-Sequenzer, der beliebig lange Phrasen in Loops wiederholt, und einem Mixer, in dem sich bis zu fünf Klangerzeuger einklinken lassen. Korg Gadget bringt dazu ein kleines Drum-Modul, einen Bass-Synthesizer nach dem Vorbild des TB-303, zwei virtuell analoge Synthesizer mit subtraktiver Synthese sowie einen PCM-Synthesizer für Arcade-Sounds mit. Die Module lassen sich wie typische kleine Tischgeräte bedienen. Ein paar Dutzend Presets werden bereits mitgeliefert. Eigene Sounds lassen sich zwar einstellen, in der LE-Version jedoch nicht abspeichern. Die Sound-Qualität ist durch die Bank gut und erreicht das Niveau besserer kommerzieller Plug-ins.

In den Sequenzer kann man entweder mit der Maus im Step-Modus einzelne Noten malen oder alternativ mit der normalen Computer-Tastatur beziehungsweise einem angeschlossenen MIDI-Keyboard Noten und Akkorde in Echtzeit einspielen. Zudem nimmt der Sequenzer auch alle Regler-Änderungen auf und erlaubt deren Bearbeitung per Stift-Werkzeug. Die eingespielten Pattern lassen sich zu Szenen gruppieren, die man anschließend zu kompletten Songs verknüpft. Lautstärke und Panorama stellt man im Mixer ein. Außer einem Limiter und Reverb bringt die LE-Version keine weiteren Effekte mit.

Abgespeckte Vollversion

Die fertigen Musikstücke lassen sich als Projekte abspeichern und später neu laden. Allerdings lassen sich die Songs nicht als Wav-Datei rendern. Diese Funktion wie auch der Export von MIDI-Daten oder Ableton-Live-Porijekten bleibt der Vollversion vorbehalten, die Korg zur Einführung für 200 US-Dollar online verkauft. Diese bringt dann insgesamt 30 Klangmodule und Synthesizer mit, die sich als VST- und AU-Plug-in auch in anderen DAWs nutzen lassen. Die Vollversion von Korg Gadget kann selbst jedoch keine Plug-ins einbinden und bringt für seinen Mixer eine Handvoll Standard-Effekte mit, die sich auf dem Niveau von Apples Garage Band bewegen.

Dank der einfachen Bedienung und guten Klangqualität lohnt sich die Installation von Korg Gadget LE vor allem für Einsteiger. Aufgrund der fehlenden Export-Funktion können sie ihre Stücke jedoch allenfalls mit einer separaten Software im Mac bei der Wiedergabe aus Gadget aufnehmen.

Das Upgrade auf die Vollversion schreckt wegen des hohen Verkaufspreises ab. Gewiss relativieren sich die Kosten, wenn man sie auf die Menge von 30 Sound-Modulen umbricht. Geschickter wäre es von Korg jedoch, eine Grundversion für unter 100 Euro anzubieten, die man anschließend mit weiteren Modulen aufrüsten kann. Alternativ gibt es Korg Gadget auch für iOS. Die Musik-App ist derzeit für 20 Euro zum halben Preis im App Store zu haben.


(hag)



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Originalbild mit freundlicher Genehmigung von heise.de

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