UNO-Flüchtlingshilfe: 71 Millionen Euro für Rohingya-Hilfe benötigt / Massenflucht nach Bangladesch geht weiter


Bonn (ots) – Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) braucht
dringend zusätzliche 71 Millionen Euro, um in den kommenden sechs
Monaten die etwa 520.000 Rohingya-Flüchtlinge in Bangladesch mit
Unterkünften und lebenswichtigen Gütern versorgen zu können.

Hintergrund des Aufrufs ist die anhaltende Massenflucht. Allein
gestern, am 9. Oktober, überquerten mehr als 11.000 Rohingya die
südöstliche Grenze nach Bangladesch. Die meisten Flüchtlinge kommen
aus der Region um Buthidaung, die in der Provinz Rakhine in Myanmar
liegt. Die Lage ist verzweifelt. Viele Neuankömmlinge berichten von
Brandschatzung und Morden in Buthidaung, andere Rohingya flüchten aus
Angst vor weiterer Gewalt.

Die Flüchtlinge sind oft bis 14 Tage zu Fuß unterwegs, bis sie
Bangladesch erreichen. Auf dem lebensgefährlichen Weg müssen sie
Sumpfgebiete durchqueren und schwimmen durch den Grenzfluss Naf.
Dabei tragen sie die wenigen Habseligkeiten, die sie auf der
überstürzten Flucht mitnehmen konnten und ihre Kinder.

In Bangladesch angekommen werden die Geflüchteten von der Grenzregion
in die Camps in Kutupalong und Balukhali transportiert. UNHCR-Helfer
haben bereits per LKW Plastikplanen und Wasserkanister in die Lager
gebracht. Gemeinsam mit Regierungsbehörden und anderen Partnern
koordiniert der UNHCR die Verteilung von Hilfsgütern – vor allem
Trinkwasser und Essen – und sorgt für die ärztliche Versorgung.

Um potenzielle Neuankömmlinge adäquat unterstützen zu können, werden
jetzt zusätzliche Sanitäts- und Versorgungsstationen an der Grenze
eingerichtet. „Um eine angemessene und langfristige Versorgung der
Flüchtlinge zu gewährleisten, fehlt dem UNHCR jedoch das Geld“, so
der Geschäftsführer der UNO-Flüchtlingshilfe, Peter
Ruhenstroth-Bauer. „Deshalb rufen wir dringend zu Spenden für die
Rohingya-Hilfe unseres Partners UNHCR auf.“ Von den benötigten 71
Millionen Euro sind bislang lediglich 20,5 Millionen angekommen.

Rohingya-Flüchtlinge in Bangladesch brauchen Hilfe:

Spendenkonto UNO-Flüchtlingshilfe
Sparkasse Köln-Bonn
IBAN: DE78 3705 0198 0020 0088 50
BIC: COLSDE33
Stichwort: Nothilfe Bangladesch 

Spenden online unter: www.uno-fluechtlingshilfe.de

Pressekontakt:

Dietmar Kappe
Tel. 0228-90 90 86-41
kappe@uno-fluechtlingshilfe.de

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