Wirksamer Schutz vor HIV und AIDS: ratiopharm Präparat jetzt preislich deutlich gesenkt und in allen Apotheken erhältlich


Berlin (ots) – Nach wie vor stecken sich in Deutschland viele Menschen mit dem Humanen Immunschwächevirus HIV an. Wer sein Infektionsisiko senken möchte, setzt daher auf Safer-Sex Maßnahmen. Zu ihnen zählt auch die Prä-Expositionsprophylaxe (PrEP), also die vorbeugende Einnahme eines bestimmten Medikamentes. Das Originalpräparat war bislang aber für viele Menschen kaum erschwinglich, eine günstige Alternative nur in ausgewählten Apotheken verfügbar. Mit der jetzt gestarteten Preisoffensive des ratiopharm Präparates ist der medikamentöse Schutz vor einer HIV-Infektion nun bundesweit zu bezahlbaren Preisen erhältlich.

Es ist eine Statistik gegen das Vergessen, die das Robert Koch-Institut kürzlich veröffentlichte.(1) „Denn dem Bericht zufolge infizieren sich in Deutschland immer noch mehrere Tausend Menschen pro Jahr mit dem HI-Virus. 2016 waren es schätzungsweise 3.100 und damit ähnlich viele wie 2015“, sagte Christoph Weber, Internist und Infektiologe am Auguste-Viktoria-Klinikum Berlin. Zugleich macht die Statistik deutlich, wie wichtig es ist, sich zu schützen.

Dies hieß lange Zeit vor allem, den Verkehr mit möglichweise HIV-infizierten Partnern zu meiden oder ein Kondom zu benutzen. Was aber, wenn der HIV-Status eines Partners nicht bekannt ist oder der Gebrauch eines Kondoms einfach schwerfällt? Dann gibt es seit einiger Zeit die Möglichkeit, einer HIV-Infektion medikamentös vorzubeugen.

86 % weniger Infektionen durch die PrEP

Die Maßnahme wird als Prä-Expositionsprophylaxe (PrEP) bezeichnet, weil das Medikament vor dem Kontakt mit dem Erreger eingenommen wird – auf regelmäßiger Basis, einmal eine Tablette täglich. „In Studien mit Personen, die selbst nicht infiziert waren, aber ein hohes Risiko hatten, reduzierte das Medikament die Zahl der Infektionen um bis zu 86 Prozent“, berichtete Dr. Nils Postel, HIV-Spezialist aus München.(2) Dies führte dazu, dass das Medikament für diesen Zweck zugelassen wurde. Bis dahin wurde es nur als Therapie bei HIV-positiven Menschen eingesetzt, um den Ausbruch von AIDS zu verhindern.

Die PrEP ist damit eine geeignete Maßnahme für HIV-negative Menschen, die ein hohes Infektionsrisiko haben.(2) Das trifft vor allem auf Männer zu, die ungeschützten Sex mit Männern oder transidenten Personen haben, sowie auf heterosexuelle Frauen und Männer, die ungeschützten Sex mit HIV-infizierten Partnern haben bzw. mit Partnern, deren HIV-Status nicht bekannt ist. Das Medikament schützt allerdings nicht davor, sich mit anderen sexuell übertragbaren Erkrankungen anzustecken. Experten raten daher, nach Möglichkeit trotzdem noch ein Kondom zu verwenden.

Preisoffensive macht PrEP flächendeckend erschwinglich

Obwohl das Medikament HIV-Infektionen nachweislich verhindern kann, übernehmen die Krankenkassen die Kosten bislang nicht; wer sich für eine PrEP entscheidet, muss sie selbst bezahlen. Eine Zeitlang gab es aber nur das Originalpräparat, das mit 800 EUR für die Monatspackung zu Buche schlug. Ein erstes Generikum kostete 600 EUR und war damit für viele Menschen ebenfalls unerschwinglich. Eine wirklich günstige Alternative wurde nur im Rahmen eines Pilotprojektes in einzelnen ausgewählten Apotheken zur Verfügung gestellt. „Solche Bedingungen erschweren natürlich den Zugang zu dieser Präventionsstrategie und verhindern, dass deren Potenzial ausgeschöpft wird“, kommentierte Weber.

Seit 1. Dezember 2017 steht nun das ratiopharm Medikament in der Monatspackung mit 30 Tabletten für 69,90 EUR zur Verfügung und dies bundesweit in allen Apotheken. „Das ist ein guter Anlass, die PrEP – wie übrigens auch die postexpositionelle Prophylaxe – jetzt allen Personen, die dafür in Frage kommen, zu empfehlen“, meinte Marcel Berger, der in Berlin eine HIV-Schwerpunktpraxis betreibt. „Damit dürften dann auch die Zeiten weitgehend vorbei sein, da die Beschaffung des Medikaments über dubiose Kanäle, via Internet und vor allem ohne begleitende ärztliche Aufklärung erfolgt ist.“ Mit seiner bekannten Marke ratiopharm trägt das Arzneimittelunternehmen Teva so dazu bei, die Kosten der Therapie HIV-positiver Menschen zu senken und einmal mehr auch die Krankenkassen zu entlasten. Denn durch die Preissenkung wird nicht nur die Selbstzahlerpraxis für die PrEP so günstig, sondern gleichzeitig auch die Therapiekosten für die gesetzlichen Krankenkassen und damit der Solidargemeinschaft der Versicherten erheblich reduziert.

Awareness Kampagne „Sex on PrEP“

Die Preissenkung und die flächendeckende Bereitstellung sind in die Aufklärungskampagne „Sex on PrEP“ eingebunden, welche ratiopharm passend zum World-AIDS-Tag am 1. Dezember 2017 gestartet hat. Im Mittelpunkt der Kampagne steht die Website www.sex-on-prep.de. In Infokästen werden auf der Homepage die wichtigsten Fragen und Antworten rund um die Wirkungsweise, die richtige Anwendung, den Beschaffungsweg und die Kosten der PrEP erläutert. Zum Start der Website läuft ein Videoclip ab, der unverblümt eine sich anbahnende sexuelle Situation zwischen zwei Männern zeigt. Diese Zielgruppe ist bewusst gewählt, da Männer, die ungeschützten Sex mit Männern haben, zur Risikogruppe für HIV-Infektionen gehören. Auch soll dieser Videoclip aufklären und trotz der emotionalen Situation daran erinnern, dass eine regelmäßige PrEP Einnahme vor HIV schützen kann.

Quelle: Fachpressekonferenz Teva GmbH „PrEP neu definiert: Ab jetzt profitieren alle“, 30.11.2017, Berlin

Teva GmbH

Teva ist in Deutschland mit innovativen Arzneimitteln, Markenprodukten, Generika und freiverkäuflichen Medikamenten breit aufgestellt. Rund 2.900 Mitarbeiter verteilen sich auf die Standorte Ulm, Blaubeuren/Weiler und Berlin. Der Deutschlandsitz ist Ulm. Zu Teva Deutschland gehört mit ratiopharm die bekannteste Arzneimittelmarke Deutschlands. Das Präparatesortiment deckt nahezu alle Anwendungsgebiete ab und ist eines der größten und umfangreichsten im deutschen Markt.

Teva Global                                                          
Teva Pharmaceutical Industries Ltd. mit Firmensitz in Israel ist ein 
weltweit führender pharmazeutischer Konzern und Weltmarktführer unter
den Generikaunternehmen. Der Konzern erzielte im Jahr 2016 einen 
Umsatz von 21,9 Milliarden US-Dollar. 

(1)Robert Koch-Institut Epidemiologisches Bulletin 47/2017 
(2)Kann G, Wetzstein N Arzneiverordnung in der Praxis 
2017;44(4):168-172 

Pressekontakt:

Ulrike Krieger-Ballhausen
ukrieger-ballhausen@teva.de
Tel: 0731/402-5241

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