Zinszoom Qualitypool: Sorgen Fed-Entscheid und steigende Energiepreise für neue Bewegung?


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Zinszoom Qualitypool: Sorgen Fed-Entscheid und steigende Energiepreise für neue Bewegung? / Zinszoom Qualitypool November. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/79669 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: „obs/Qualitypool GmbH“

Lübeck (ots) – Nachdem die Europäische Zentralbank (EZB) über die Zukunft ihres Anleihenkaufprogramms entschieden hat, verlagerte sich die Aufmerksamkeit über den großen Teich zur Federal Reserve (Fed). Dort wurde Anfang November bekannt gegeben, dass Jerome Powell neuer Notenbank-Chef wird. Darüber hinaus könnte es im Dezember einen weiteren Zinsschritt geben.

Wie im Vorfeld erwartet, wird Jerome Powell im Februar neuer Präsident der US-Notenbank. Powell sitzt seit 2012 im Führungsgremium der Fed und war zuvor lange als Anwalt in der Finanzbranche sowie in der Finanzpolitik tätig. Von ihm wird eine Fortführung der Geldpolitik der bisherigen Fed-Chefin Janet Yellen erwartet. Voraussichtlich wird er im kommenden Jahr – wenn die Erholung der US-Wirtschaft anhält – den Leitzins leicht anheben und den billionenschweren Wertpapierbestand der Fed behutsam weiter abbauen.

Zuvor könnte Janet Yellen im Dezember an der Zinsschraube drehen. Nachdem die Fed Anfang November den Hauptzinssatz bei 1,00 bis 1,25 Prozent beließ, erwartet die Mehrheit der Experten einen weiteren kleinen Zinsschritt im Zuge der letzten großen FOMC-Sitzung des Jahres. Eine solche Entscheidung könnte noch einmal für Bewegung im Zins- und Anleihenmarkt sorgen.

Eine Zinserhöhung würde von überwiegend positiven US-Wirtschaftsdaten gestützt werden. Zwar wurden Anfang November Arbeitsmarktdaten veröffentlicht, die leicht unter den Erwartungen lagen und gemischt aufgenommen wurden. Die US-Verbraucherpreise stiegen aber zuletzt um 2,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat an und lagen damit sogar leicht über der angestrebten Zielmarke von 2,0 Prozent.

Auch bei der EZB steht Mitte Dezember noch eine Sitzung des geldpolitischen Ausschusses an. Ende Oktober hatte sie den vorsichtigen Einstieg in den Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik bekannt gegeben und angekündigt, das Volumen ihres Anleihenkaufprogramms ab Januar 2018 auf monatlich 30 Milliarden Euro zu reduzieren. Die Laufzeit wurde bis einschließlich September 2018 festgelegt. Weitere geldpolitische Entscheidungen vonseiten der EZB werden im laufenden Jahr nicht mehr erwartet.

Möglicherweise könnte die Inflationsentwicklung im kommenden Jahr für frischen Wind sorgen. Im laufenden Jahr betrachtete die EZB die Verbraucherpreise durchgängig kritisch. Inzwischen steigen aber die Energiepreise wieder. Sie machen einen nicht zu unterschätzenden Anteil des Warenkorbs aus, aus dem die Verbraucherpreise berechnet werden und könnten die Inflation antreiben.

Jörg Haffner, Geschäftsführer der Qualitypool GmbH, ergänzt: „Bisher zeigen sich keine Auswirkungen der steigenden Energiepreise auf die Inflation in Deutschland (Okt.: 1,6 %) und der Eurozone (Okt.: 1,4 %). Dies könnte sich in den kommenden Monaten ändern. Zu viel Euphorie sollte trotzdem nicht aufkommen. Denn sicherlich wird die Zentralbank auch in Zukunft die Kerninflationsrate – ohne die volatileren Energieträger und Lebensmittel – eng in ihre geldpolitischen Entscheidungen miteinbeziehen.“

Entwicklung der Baufinanzierungszinsen:

Die Bestzinsen für Hypothekendarlehen bewegten sich im Oktober leicht schwankend seitwärts. Nach 1,01 Prozent zu Monatsbeginn stiegen die Zinsen kurzzeitig auf durchschnittlich 1,09 Prozent. Gegen Ende Oktober kehrten die Zinsen aber wieder auf 1,00 Prozent zurück. „Im Vorfeld des EZB-Entscheids wurde viel spekuliert“, äußert sich Haffner zur jüngsten Zinsentwicklung. „Die Renditen der 10-jährigen Staatsanleihen zogen an und einige Bankpartner erhöhten ihre Konditionen. Das neue Anleihenkaufprogramm, für das sich die EZB entschieden hat, entspricht aber nur einem gemäßigten Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik. Daher beruhigte sich das Anleihen- und Zinsniveau im Anschluss an die EZB-Bekanntgabe umgehend wieder. Nun wird die Fed wohl noch vor dem Jahresende einen Zinsschritt wagen. Da dieser aber erst kurz vor der Weihnachtspause erfolgen kann, werden wir wohl erst in 2018 mögliche Auswirkungen auf die Zinsen sehen.“

Für Baufinanzierungsmakler schätzt Haffner die Situation unverändert ein: „Das Zinsniveau passt nach wie vor. Potenzielle Haus- und Wohnungsbesitzer haben aber gerade in Ballungsräumen mit einem extrem niedrigen Immobilienangebot und anspruchsvollen Preisen zu kämpfen. Wir hoffen daher auf eine möglichst schnelle Regierungsbildung. In der Folge sollte sich die neue Regierung unbedingt rasch auf eine aktive Unterstützung des Wohnungsbaus und der potenziellen Eigenheimbesitzer einigen.“

   Tendenz: 
   Kurzfristig: schwankend seitwärts 
   Langfristig: steigend 

Über die Qualitypool GmbH

Die Qualitypool GmbH ist ein Maklerpool mit mehr als 800 aktiven Maklern. Als einer der führenden Maklerpools bietet die Qualitypool GmbH ihren Maklern ein breites Portfolio an Produkten zur Finanzierung, Versicherung und Vorsorge. Qualitypool ist eine 100%ige Tochter des an der Frankfurter Börse im SDAX gelisteten technologiebasierten Finanzdienstleisters Hypoport AG.

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